STAATLICH GEPRÜFTE FERNAKADEMIE

Stress? Nicht dein Thema!

 

Juraj Gubi, Nov 2022


Es ist die Geißel der modernen Zeit. Und keiner kann ihr entkommen. Hektik und Zeitdruck, die Beschleunigung von Arbeit und Alltag durch Medien und digitale Gadgets, visuelle und akustische Reizüberflutungen, steigende Produktivitäts- und Effizienzerwartungen, beruflich-familiäre Doppelbelastungen, verdichtete Arbeitsprozesse und, und, und. Dies sind die Merkmale unseres Lebens. Bestimmt durch gesellschaftliche Umbrüche und getrieben durch den technologischen Fortschritt werden stresskranke Menschen im Akkord produziert. Wir alle sind Teil einer „Armee der Gestressten“. Und ja, du gehörst auch dazu. Denn selbst als Präventionstrainer kannst du dich dieser „Maschinerie“ nicht entziehen. Allerdings bist du nicht zu blinder Gefolgschaft verdammt. Zum Teil kannst du ihr den Dienst verweigern und souverän gegen den Stress angehen. Ein paar Dinge solltest du dazu aber wissen.


Was ist Stress?
Stress ist an sich etwas Gutes. Er bringt uns auf Hochtouren und sorgt für eine akut notwendige Leistungssteigerung. Also keine Angst, wenn du dich vor einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch etwas anspannt fühlst! Das ist ganz normal. Wichtig ist nur, dass du im Anschluss auch genug Zeit zur Erholung hast, damit dein Körper den Stress wieder abbauen kann. Gelingt des nicht, wird es auf Dauer problematisch.

Arten von Stress
Stress ist eine Herausforderung, die unser Stressmanagement überfordern und unsere vorhandenen Ressourcen aufbrauchen kann. Aber keine Sorge! Denn es gibt zwei Arten von Stress: den Eustress und den Distress. Der Eustress ist eine positive Art von Stress, der, wie oben beschrieben, sogar leistungssteigernd wirken kann. Also nicht verzagen, sondern diese Chance nutzen und anpacken!

Stresssymptome
Aber: Kennst du das auch? Obwohl du total gestresst bist, fällt dir dies gar nicht auf?  Und auch nicht, dass dich dieser Zustand langsam kaputtmacht? Damit dir das in Zukunft nicht passiert und du frühzeitig gegensteuern und Stress reduzieren kannst, haben wir hier die wichtigsten Stresssymptome für dich im Überblick:

  • Psychische Stressanzeichen: Ständige Nervosität, Angespanntheit und Müdigkeit sowie Konzentrationsschwierigkeiten
  • Körperliche Stressanzeichen: Schlafstörungen mit nächtlichem Erwachen und Zähneknirschen sowie Kopfschmerzen
  • Weiterhin charakteristisch für stressige Situationen sind Appetitverlust oder Heißhungerattacken


Chronischer Stress und seine Folgen
Je mehr wir Stress im Alltag erleben, desto anfälliger werden wir für Krankheiten. Die Folgen von ständigem Druck und innerer Anspannung sind nicht zu unterschätzen. Chronischer Stress versetzt den Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, der zu körperlicher und psychischer Erschöpfung führt und uns auf Dauer krankmachen kann. Weil sich die psychischen und körperlichen Auswirkungen von Stress gegenseitig beeinflussen und verstärken, entsteht ein Kreislauf, der immer belastender wird und u.a. zu einem höheren Risiko führt, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Neben Problemen des Herzkreislauf-Systems sind Magen-Darm-Beschwerden, Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem, Verstärkung von Hauterkrankungen etc. weitere körperliche Überlastungserscheinungen. Aber auch die Psyche selbst wird in Mitleidenschaft gezogen. Depressionen, Panikattacken, Burnout sind nur einige Facetten einer dauerhaft gestressten Psyche.
Doch mit den richtigen Mitteln ist chronischer Stress gut in den Griff zu bekommen. Indem wir regelmäßig Sport treiben, unsere Ernährung umstellen und ausreichend schlafen, können wir dem Stress die Macht nehmen - und unserer Gesundheit etwas Gutes tun.

Stressbewältigung
Du hast Stress? Das ist völlig normal! Doch keine Sorge, es gibt einige einfache Maßnahmen, die dir helfen, den Stress zu bewältigen. Schlafe ausreichend, mache Sport und ernähre dich gesund - das sind schon mal gute Grundlagen. Achte außerdem darauf, genügend Zeit für deine Hobbies und dein Familienleben zu haben. Wenn du all diese Punkte beachtest, wirst du bald merken, wie viel besser du mit dem Stress klarkommst!

Stress abbauen - Tipps gegen Stress

  1. Sport für deinen körperlichen Ausgleich - Mach dich auf die Socken und geh raus in die Natur! Egal, ob du läufst, walkst oder mit dem Rad fährst - Hauptsache ist, dass du dich bewegst. 30 Minuten am Tag sind ideal, um den Kopf frei zu kriegen und Stress abzubauen. Also los - tu dir was Gutes und mach dich auf den Weg!
  2. Progressive Muskelentspannung zum Stressabbau - Die progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson ist eine tolle Methode, um den Körper und Geist zu entspannen. In kurzen Einheiten werden die Muskeln angespannt und anschließend durch plötzliches Loslassen wieder entspannt. Wichtig hierbei ist, sich auf das wohltuende Gefühl konzentrieren, welches sich durch die rasche Entspannung einstellt. Es gilt dem Zustand der Entspannung nachspüren.
  3. Gesunde Ernährung bei Stress - „Nervennahrung“ ist der Antriebsstoff für den menschlichen Organismus und ein gutes Mittel gegen Stress. Über die Ernährung kannst du deine körperliche und mentale Leistungsfähigkeit erheblich beeinflussen. Eine gute Basis für starke Nerven ist eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr. In Stresssituationen solltest du auf Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie frisches Gemüse und Obst setzen. Einige unter ihnen gehören auch zu den basischen Lebensmitteln, d.h. sie werden von deinem Körper basisch verstoffwechselt - das perfekte Essen für den Fall der Fälle! Wenn du mehr über basische Ernährung erfahren möchtest, schreib uns.
  4. Kräuter für mehr Entspannung am Abend - Endlich Feierabend! Doch der stressige Tag hängt dir nach und beschäftigt deine Gedanken? Mit den richtigen Kräutern kannst du schnell abschalten und zu innerer Ruhe kommen. Bereits beim Duft von Melisse, Baldrian, Lavendel und Johanniskraut merkst du, wie dein Körper auftaut. Oder möchtest du dich lieber in einem wohltuenden Kräuterbad entspannen? Die Auswahl an beruhigenden Teemischungen ist groß: Kamille, Hopfenblüten oder Johanniskraut sind hierbei besonders gut geeignet. Ganz egal für welche Methode du dich entscheidest - am besten nimmst du dir jeden Tag etwas Zeit um runterzufahren und das Tagesende entspannt ausklingen zu lassen.
  5. Genügend Schlaf für deine Erholung - Schlaf ist wichtig – sowohl als kurzer Power Nap zwischendurch, vor allem aber in Form einer ausgewogenen und erholsamen Nachtruhe. Wenn du unter Stress stehst, solltest du dich besonders um deinen Schlafrhythmus kümmern. Denn ausreichend Schlaf hilft dir nicht nur, leistungsfähig zu bleiben, sondern senkt auch den Cortisolspiegel. Also: Hör auf deinen Körper und gönne dir die Ruhephasen, die du brauchst!
  6. Prioritäten kennen, Ziele setzen und Multitasking vermeiden - Kennst du das? Du hast Stress, weil du zu viele Dinge gleichzeitig tun willst und dabei nicht mehr Wichtiges von Unwichtigen unterscheiden kannst? Ein Tipp: Mach eine Liste! Schreibe auf, was wirklich wichtig ist und was nicht. Und richte dein Handeln danach neu aus. So bist du ganz entspannt - und kommst schneller ans Ziel!
  7. Zeit für Hobbies, Familie und Freunde - Wenn dir unter der Woche keine Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt, plane sie für das nächste Wochenende ein. Vergiss dabei aber nicht, auch genug Erholung und Entspannung zu berücksichtigen. Sonst verschaffst du dir zusätzlich zum Alltagsstress auch noch den "Freizeit-Stress". Viel wichtiger ist es, dass du dich in deiner Freizeit an den Dingen ergötzt, die dir Spaß machen!
  8. Kaltes Wasser als Soforthilfe gegen Stress - Kälte ist der neue Stresskiller! Lass kaltes Wasser über deine Handgelenke laufen und du wirst dich schon bald besser fühlen. Du kannst es auch hinter deine Ohren tropfen lassen oder mit Kältetraining versuchen - probiere es einfach aus!
  9. Entspannungsübungen für dein Wohlbefinden - Komm, strecke dich mal ein bisschen! Nach einer langen Phase voller Stress ist es an der Zeit für etwas Erholung. Plan dir längere Ruhephasen von mindestens 2 Stunden ein, in denen du dich komplett entspannst. Atemübungen, Meditation und Co. unterstützen deinen Körper dabei, sich wieder zu regenerieren und die Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder bewirken!
 
 
 
 
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